Tanzschule Schwechat

Tänze: Langsamer Walzer

Zugehörigkeit: Standard
Takt: 3/4-Takt
Geschwindigkeit: ca. 30 Takte pro Minute
Kurse: Anfängerkurs, Bronzekurs, Silberkurs, Goldkurs, Goldstarkurs, VIP-Meeting

Karen und Marcus Hilton M.B.E. Turniertanz (unter diesem Namen) seit 1929. Entwickelte sich in den 20er Jahren in England aus dem Boston und heißt daher auch English Waltz. Die mehr linearen Bewegungen des Boston verwandelten sich dabei in raumgreifende Drehungen, in denen das Paar wie ein Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt schwingt. Bis zur Mitte der 20er Jahre war der Waltz also (im Stil des Boston und des Slow Foxtrot) ein dance of the passing feet. Mit der Steigerung des Drehgrads wurden dann zunehmend am Ende des Takts die Füße geschlossen, was später, bei steigender Ausdehnung der Bewegung, wieder abnahm. Der Langsame Walzer gilt als der schwierigste Standardtanz und ist auch der meistgeübte. Das weiche Ein- und Ausschwingen zur schmelzenden Musik klassischer Waltz-Melodien macht ihn zum Tanz des Herzens.
1922 entschloss man sich, die halbe Rechtsdrehung vorwärts und rückwärts mit jeweils einer Dreiachteldrehung zu tanzen. Der gesamte Tanz erhielt dadurch eine diagonale Struktur. Das war eine revolutionäre Idee, aber als dann ein bekanntes Profipaar und ich selbst mit meinem Partner Alec Millar beim Star Championship im Londoner Hammersmith Palais vor einem exzellenten Wertungsgericht mit dem diagonal getanzten Waltz gegen gleichwertige Gegner siegten, begann diese Version sich durchzusetzen. Die neue Form wurde 1927 von der Imperial Society offiziell anerkannt.
Karen und Marcus Hilton M.B.E. Wenn die Halbe Rechtsdrehung gelaufen ist, dann ist der ganze Tanz so gut wie gelaufen. Kein Wunder, dass immer mehr Tänzer dieser Grundschwierigkeit ausweichen und die offenen Drehungen immer mehr überhand nehmen. Eine gelaufene Linksdrehung mit einem Slip Pivot hintendran, das sind immerhin fünf Schritte in einem Takt, und da ist es nicht ganz einfach, den Waltz-Charakter zu erhalten. Es ist auch keine Kleinigkeit, diese großen Schwünge so weich und zärtlich anzusetzen und ausschwingen zu lassen, wie das die gute Waltz-Musik fordert. Die kritischen Stellen sind für uns dabei nicht eins, zwei oder drei, sondern die Übergänge zwischen eins-und (wo das Kraft- und Schwunggefühl sich versammelt) und drei-und (wo das Körpergewicht ins Rollen kommt), die Momente also, wo die Füße einander passieren. Bei drei-und helfen einem manche Orchester, indem sie diesen entscheidenden Taktteil sozusagen mit einem kleinen Haken spielen. Am Ende, in der Vollendung, erzeugt der Langsame Walzer eine Mischung von Schwingen und Schweben, von Wucht und Schwerelosigkeit, wie kein anderer Tanz es zu geben vermag.
Die halbe Rechtsdrehung (Natural Turn) macht den halben Langsamen Walzer aus. Die Vollendung des Step nach der Versammlung des Gewichts auf dem Tiefpunkt des Pendel-schwungs ist die Voraussetzung dafür, dass nun der vorwärts-aufwärts gerichtete Körper-schwung einsetzen kann. Der (maßvolle) Sway entwickelt sich ganz von selbst mit der nun (spät) einsetzenden Rotation. Durch die Vollendung des Schwungs im Heben schließen sich die Beine von selbst. Für die Dame ist nach der Vollendung des Step der Zeigeschritt im rechten Bein sehr wichtig.

Typische Figuren: Chasses, Locksteps, Linksdrehung, Rechtsdrehung

Textquelle: Wörterbuch des Tanzsports, © 1990, Kastell Verlag GmbH, ISBN 3-924592-21-7

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