Tanzschule Schwechat

Tänze: Slowfox

Zugehörigkeit: Standard
Takt: 4/4-Takt
Geschwindigkeit: ca. 30 Takte pro Minute
Kurs: Slowfoxkurs

Karen und Marcus Hilton M.B.E. Entstand nach 1900 aus dem Ragtime und amerikanischer Marschmusik und entwickelte sich zum Klassiker unter den Tänzen des englischen Stils. Um 1930 wurde er noch ziemlich schnell getanzt (38 – 42 Takte pro Minute). Die linearen Schrittmuster, auf natürlicher Gehbewegung basierend, wirken bei kunstvoller musikalischer Interpretation und lässigem Understatement trotz weiträumiger Bewegung faszinierend. Dem kontinuierlichen Bewegungsfluss entsprechend, sind fließende Posen besonders foxy. Der Slow Foxtrot ist charakterisiert durch lang gestreckte Schwünge, in die progressive Drehungen wie Scharniere eingebaut sind. Die Progressivität dieser Drehungen ist das eigentliche Thema: Es geht darum, dass die Drehungen durch rechtzeitiges Ankurven balanciert ausgeführt und kontrolliert beendet werden.
Entsprechend der Historie ihrer Entwicklung leiden Foxtrot, Tango und Quickstep nach unseren heutigen Begriffen darunter, dass viele ihrer Grundfiguren halbtaktig sind, was die musikalische Interpretation und phrasierten Choreographieaufbau erschwert.
Karen und Marcus Hilton M.B.E. Karl Breuer war der erste Deutsche, der die Engländer international in diesem Tanz schlagen konnte. Die entscheidende Hilfe bzw. Motivation war für ihn dieser langsam fließende 4/4-Takt, der sich so wundervoll verschiedenartig füllen lässt. Es ist insofern der leichteste Standardtanz, als er am meisten auf den natürlichen Gehbewegungen beruht. Der Fuß kann im Slow Foxtrot einfach dorthin gesetzt werden, wo das Gewicht hin will. Es ist insofern aber auch der schwierigste Standardtanz, als es entscheidend darauf ankommt, in nicht langweilig wirken zu lassen. Das gelingt nur, wenn man ihn sehr extensiv tanzt und ihn sehr intensiv musikalisch interpretiert. Aus der Wellenbewegung darf keine Berg- und Talbahn werden, und das charakteristische Understatement muss in den Tanz kommen, das ihn so englisch macht. Wer die physischen Voraussetzungen mitbringt und gelernt hat, das Slow wirklich zu hören, der wird bald so tanzen, dass Füße und Knie reflexartig ihre Aufgabe erfüllen. Die Sekunde der Wahrheit: der Dreierschritt. Raumgewinn, Musikalität und Lässigkeit müssen da gleichzeitig und gleichermaßen zu sehen sein. Dann wird die ‚Elegie’ spürbar, die im Slow Foxtrot steckt und die gesungen, gespielt oder gebetet werden will.

Typische Figuren: Federschritt; Dreierschritt; Welle; Flechte; Hover Cross

Textquelle: Wörterbuch des Tanzsports, © 1990, Kastell Verlag GmbH, ISBN 3-924592-21-7

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