Tanzschule Schwechat

Tänze: Quickstep

Zugehörigkeit: Standard
Takt: 4/4-Takt
Geschwindigkeit: ca. 52 Takte pro Minute
Kurse: Anfängerkurs, Bronzekurs, Silberkurs, Goldkurs, Goldstarkurs, VIP-Meeting

Karen und Marcus Hilton M.B.E. Entstand Mitte der 20er Jahre, als man parallel zum Onestep das Tempo des Foxtrots beschleunigte. Die Gegner dieser Beschleunigung gründeten damals den Orden der Old-Foxtrotters. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer, mit dem ihn geschlossene Drehungen und Chasses verbinden, ist der Quickstep dadurch charakterisiert, dass die Körpergeschindigkeit bei den Slow-Schritten fast die gleiche ist wie bei den Quicks oder sogar bei besonders schnellen Schrittfolgen. In der Familie der Standarttänze gilt der Quickstep als der Sekt unter den Weinen: perlend in seinen lang gestreckten Bewegungen und spritzig in seinen Hüftschritten. Zu allen Zeiten seiner turniermäßigen Entwicklung war der Quickstep dabei in Gefahr, ein Renn- und Hüpftanz und in letzter Konsequenz ein reiner Tricktanz zu werden.
Der Quickstep wird im Training meistens sträflich vernachlässigt. Die Ursache liegt in vier gravierenden und leider weit verbreiteten Irrtümern. Der Quickstep wurde bei uns lange Zeit als Foxtrot bezeichnet, das heißt man betrachtet ihn als einen Quick Foxtrot im Gegensatz zum Slow Foxtrot. Darin liegt der erste Irrtum. Provozierend gesprochen, ist der Quickstep eher ein schnell getanzter Langsamer Walzer als ein schnell getanzter Slow Foxtrot. Die geschlossenen Drehungen, das Schließen der Füße, das die Drehungen beschleunigt, ist das Entscheidente, auch wenn man nach dem Fußschluss zu keinem neuen Schwung ansetzt, sondern den Schwung weiterlaufen lässt. Daraus ergibt sich der zweite Irrtum. Viele Paare meinen, wenn sie Lansamer Walzer und Slow Foxtrot üben, haben sie den Quickstep indirekt schon mitgeübt. Daran ist natürlich etwas Wahres, weil jede Verbesserung der langsamen Tänze auch eine Verbesserung der schnellen bedeutet, aber der Quickstep sollte dann die Probe aufs Exempel sein: Der Beweis dafür, dass man das, was man langsam kann, auch im schnellen Tempo beherrscht.
Karen und Marcus Hilton M.B.E. Der dritte Irrtum wird von manchen Trainern propagiert. Sie versuchen, die Paare zum Trainieren des Quickstep dadurch zu veranlassen, dass sie dies als Konditionstraining hinstellen. Das ist sehr gefährlich. Ein technisch mangelhafter Quickstep ist wahnsinnig anstrengend, aber wenn man ihn als Konditionstraining ansieht, empfindet man diese Anstrengung nicht als Hinweis auf die technischen Mängel, sondern als Leistung. Die Folge ist, dass der Tanz seinen Charakter verliert, weil er nicht mehr als Ausdruck von Lebensfreude empfunden wird, sondern als Arbeitspensum. Die besten Kraftreserven bauen sich durch das Vergnügen am Tanzen auf. Der vierte Irrtum besteht in dem Glauben, man brauche die fundamentalen Fehler nicht zu bekämpfen, solange man sie nur gut kaschieren könne. Leichtigkeit wird mit Schnelligkeit verwechselt, um jeden Preis wird gerannt, gehüpft und gesprungen. Der Betrachter wird buchstäblich überrannt. Er soll geblendet werden von all dem Licht, dem dann freilich der dazugehörige Schatten fehlt. Vor lauter Quick-Quick-Quick gibt es kein Slow mehr, geschweige denn zwei oder drei Slow hintereinander, und vor lauter Geschwindigkeit keinen Schwung, der ja aus Einschwingen und Ausschwingen besteht. Die Elastizität im Knie- und Fußgelenk geht verloren, der Tanz verliert seine leichte, dynamische Flachheit.

Typische Figuren: Chasses, Locksteps, Vierteldrehungen, Endlauf, Pepperpot, Step-Hop, gelaufene Linksdrehung, Trickschritte

Textquelle: Wörterbuch des Tanzsports, © 1990, Kastell Verlag GmbH, ISBN 3-924592-21-7

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